Pentaho BI Suit: Lösungen
Im Bereich „Lösungen“ kann man vorgefertigte Reports ablegen, die der Endnutzer dann aufrufen kann. Dabei kann man dem Endnutzer erlauben, Werte vorzugeben (zum Beispiel den Report auf einen Datumsbereich einzuschränken oder Ähnliches) und das Ausgabeformat zu wählen. Lösungen müssen allerdings nicht immer Reports sein. Eine Lösung kann auch ein ETL-Prozess sein, der Daten in ein Data-Warehouse übernimmt, E-Mails abfragt oder versendet und vieles mehr.
Der frisch entpackte Demo-Server kommt mit einigen Beispielen, die auf der Seite „Lösungen“ im Ordner „Samples“ zu finden sind. Für einen allgemeinen Überblick über Möglichkeiten und deren sinnvollen Einsatz empfielt sich ein Blick in den darin enthaltenen Ordner „Steel Wheels“. Dort finden sich Beispiel-Lösungen für ein imaginäres Unternehmen. In den weiteren Verzeichnissen finden sich kleine Insellösungen, die jeweils eine bestimmt Funktion verdeutlichen sollen.
Beispiele
Die Beispiele zeigen verschiedene Ausgabeformate, Diagramme, Tabellen, die Auswahl von Werten, Einbindung von Grafiken, Prüfung von Berechtigungen und vieles mehr.
Eigene Lösungen basteln
Eine Lösung ist eine Sammlung von Dateien. Diese Dateien finden sich unter C:\pentaho\pentaho-demo\pentaho-solutions. Die Verzeichnisse system und admin sind ein wenig speziell, alle anderen Verzeichnisse erscheinen im Web-Interface unter „Lösungen“. Technisch Versierte können ruhig mal einen Blick in die einzelnen Dateien werfen, es sind zumeist XML-Dateien, aus denen man auf jeden Fall viel für eigene Lösungen lernen kann.
Wenn man sich zum ersten Mal mit einer neuen Technik bekannt macht, kann man immer viel lernen, indem man einfach mal mitten rein greift und schaut, was passiert. Legen wir also einfach mal eine Kopie des Ordners C:\pentaho\pentaho-demo\pentaho-solutions\samples an. Ich habe das Verzeichnis bei mir C:\pentaho\pentaho-demo\pentaho-solutions\mysolutions genannt. Wenn ich jetzt im Web-Interface die Seite mit den Lösungen aufrufe, dann sehe ich dort jetzt alles doppelt, meine Änderung hatte also einen direkten Erfolg. Weil mir der Bildschirm jetzt zu voll ist, räume ich auf. Ich möchte nur meinen Lösungs-Ordner mit einer Beispiellösung behalten. In meinem neuen Ordner lösche ich alle Unterverzeichnisse bis auf das Verzeichnis etl (das ist völlig willkürlich gewählt, ich will einfach irgendeinen Inhalts-Ordner behalten). Außerdem lösche ich noch die Dateien fileUpload.html und metadata.xmi (über Letztere gibt es mehr Infos im nächsten Artikel zum „Adhoc-Reporting“). Folgende Dateien sind übrig:
- index.xml
Hier finden sich Einstellungen zur Sichtbarkeit und Darstellung des Lösungs-Ordners. Die Datei sieht nicht aus, als müsste ich sie anfassen. - index.properties
Hier findet sich der englische Name und die Englische Beschreibung des Lösungs-Ordners. Diese Datei würde ichfür meine eigenen Lösungen eindeutig anpassen. - index_*.properties
Dies sind Übersetzungen der index.properties-Datei. Ich lösche alle bis auf index_de.properties. Zwei Sprachen sind genug zum Testen. Auch die Inhalte dieser Datei(en) werden natürlich angepasst. Nichts wäre peinlicher, als eine tolle eigene Lösung gebastelt zu haben und dann bei den Übersetzungen (die man evtl. nie getestet hat) noch die Beispieltexte stehen zu haben. Auch deshalb ist es gut, alle überflüssigen Übersetzungen zu löschen. - folder.png
Das Icon des Folders. Die Datei enthält sowohl die normale Ansicht als auch die Rollover-Ansicht. - samples.png
Ein Icon, welches aus der index.xml referenziert wird. Bisher haben wir dieses Icon am Bildschirm nirgends gesehen. Es wird verwendet, wenn man die Reporting-Beispiele über das JBOSS-Portal aufruft. Im Moment muss mich diese Datei nicht interessieren.